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Die Diskussionen über gutes Projektmanagement verlaufen in viele Richtungen. Die einen schwören auf Zahlen und Metriken oder auf mal mehr mal weniger Dokumentation, andere setzen auf eine klare Organisation und wieder andere schwören auf PM-Software, um nur ein paar zu nennen.
Dabei ist nicht der Weg das entscheidende, sondern das allen gemeinsame Ziel. Unter Einsatz von bestimmten Ressourcen in einer gegebenen Zeit einen Mehrwert zu erzeugen.
Um dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, sollte man folgende Fragen stets beantworten können.
* Warum machen wir etwas?
* Was machen wir?
* Wie machen wir es?
* Wann machen wir dies?
* Wer macht es?
* Wie viel benötigen wir wovon?
* Wo stehen wir?
Sind Sie dazu in der Lage, haben Sie Ihre Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss eines Projektes bereits enorm erhöht.
Herzlichst Ihr
Robert Bullinger
Solution Architect REST ASSURED!(TM) Processes
Alle kennen es, die meisten wollen es ("eigentlich") - aber in den
Projekten fristet qualifiziertes Anforderungsmanagement häufig ein
Schattendasein.
Laut einer Untersuchung der FHS ST. Gallen von 2008 sind lediglich 25% der befragten Unternehmen mit ihrem Requirements Management zufrieden und das, obwohl IT-Vorhaben oft genug die Wünsche und Anforderungen ihrer Kunden nur teilweise oder nicht erfüllen.
Und als häufigste Ursache wird das unzulängliche Erheben, Dokumentieren, Prüfen und Verwalten von Anforderungen (= Requirements Management) gesehen.
Typische Indikatoren für die Vernachlässigung dieser IT-Strategie sind:
- der geringe eingeplante Aufwand in der Projektplanung
- eine wenig intensive Suche nach den Stakeholdern der Anforderungen
- der geringe Aufwand innerhalb des Projektes für diese Aufgabe
(häufig unter 10 %)
- Einsatz nicht adäquat ausgebildeten Personals für diese Aufgabe (wenn überhaupt)
- Endanwender werden nicht beteiligt.
Vielleicht liegt es an den "weichen" Faktoren, die für eine erfolgreiche Umsetzung des Anforderungsmanagements eminent wichtig sind:
Kommunikationsfähigkeit, soziale Kompetenz, funktionierende
Informationsflüsse und Meinungsaustausch.
Ändert letztlich nichts an der großen Bedeutung, die dem Requirements Management für den Projekterfolg zukommt.
Ein paar Kennzahlen:
83% der Anforderungsänderungen gehen auf sprachliche Unzulänglichkeiten zurück,
77% der Fälle sind bedingt durch Missverständnisse;
Widersprüche, Redundanzen und inhaltliche Fehler sind da noch nicht drin (s. ebenda)! Das wirkt sich abgesehen von der Kundenzufriedenheit direkt auf die Kosten aus.
Ferner: Anforderungsanalysen auf solider Basis erlauben zuverlässigere Aufwandsschätzungen, erleichtern Investitionsentscheidungen, verbessern die vertragliche Basis von IT-Vorhaben. Dies trifft gerade auf Outsourcing-Projekte und komplexe Stakeholder-Verhältnisse zu.
Also kein Grund, das Requirements Engineering stiefmütterlich zu behandeln. Allerdings scheitert das Requirements Management in den Projekten oft am erheblichen Aufwand und der Komplexität der Tools, die sich auf dem Markt befinden.
Dennoch hilft eine bessere Kommunikation unter den Beteiligten, die erwähnten Missverständnisse und Fehler zu vermeiden und trägt so erheblich zum Projekterfolg bei.
Bei der Toolunterstützung gibt es allerdings noch etwas zu tun...
Herzlichst,
Ihr Dieter Grausdies



